Klinische Forschung bei Alzheimer: Auf der Suche nach dem richtigen Wirkstoff

Mit steigender Lebenserwartung beschäftigt die Menschheit auch eines ganz wesentlich: Wie können wir gesund altern? Nicht nur im körperlichen Sinne, sondern auch – und das ganz wesentlich – in Hinblick auf unsere mentale Gesundheit?

 

Die „Alzheimer-Demenz“, „Alzheimer-Krankheit“ oder auch „Mb. Alzheimer“ gewinnt unter diesem Aspekt auch im Bereich der klinischen Forschung immer mehr an Bedeutung. Etwa 1,7 Millionen Menschen in Deutschland sind gegenwärtig an Demenz erkrankt, die Mehrheit davon an Alzheimer. Prognosen haben ergeben, dass sich diese Zahl bis 2050 auf 3 Millionen Betroffene erhöhen wird (laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.).

kfgn News biogen stoppt Alzheimer Studie

Viele forschende Pharmaunternehmen reagieren bereits seit mehreren Jahren auf diese Entwicklungen. Die Bestrebungen, den richtigen Wirkstoff zur Behandlung der Alzheimer-Demenz zu finden, sind sehr vielfältig, ambitioniert und engagiert. Leider sind bisher schon einige sehr vielversprechende Ansätze gescheitert. Erst kürzlich musste der Pharmakonzern Biogen einen herben Rückschlag in einer bisher sehr erfolgreichen klinischen Forschungsreihe hinnehmen. Die Studien zum Wirkstoff Aducanumab mussten am 21. März 2019 gestoppt werden. Offizielles Statement dazu: Nach Ergebnissen einer Zwischenanalyse sei es unwahrscheinlich, dass die Studie ihren primären Endpunkt erreichen werde. Aber was bedeutet diese Aussage für Betroffene und Studienteilnehmer?

Mit dem primären Endpunkt einer klinischen Studie ist das erstrangige Ziel des Forschungsprojektes gemeint. Das heißt: Wird der primäre Endpunkt erreicht, gilt die Wirksamkeit eines Arzneimittels als erwiesen. Im Fall der nun gestoppten klinischen Studie wurde eine Veränderung im Ergebnis einer spezifischen Demenz-Bewertungsskala angestrebt. Die Studie wurde demnach nicht aus Sicherheitsgründen an diesem Punkt beendet, sondern weil im Rahmen des Projekts die Wirksamkeit von Adacanumab voraussichtlich nicht belegt werden kann.

Die kfgn war mit dem Prüfzentrum in Hannover sehr engagiert an der besagten klinischen Studie beteiligt. Das Studienteam wurde von der Nachricht genauso überrascht wie die teilnehmenden Patienten. Wir bedauern sehr, dass damit ein weiterer Fehlschlag in der Alzheimer-Forschung zu verzeichnen ist. Doch auch, wenn die aktuelle Entwicklung in diesem Fall sehr enttäuschend ist, sehen wir darin nur die Komplexität in der Behandlung von Mb. Alzheimer und den damit verbundenen Bedarf an Forschungsaktivität bestätigt.

Wir und die erfahrenen Mitarbeiter an unseren Prüfzentren in Deutschland werden die klinische Arzneimittelentwicklung in diesem Bereich weiterhin verfolgen und unterstützen! Klinische Forschung kann Betroffenen eine frühzeitige Behandlung und mehr Lebensqualität schenken. Als Teilnehmer an klinischen Studien leisten Sie dazu einen wichtigen Beitrag!

Informieren Sie sich jetzt auf www.patientenstudien.de