Häufig unterschätzt: Schlafstörungen im Alter

Das Älterwerden bringt bekannterweise viele körperliche Veränderungen mit sich. Manche dieser Erscheinungen unterliegen einem vollkommen natürlichen Prozess, andere wiederum sind einer Erkrankung zuzuschreiben. Die Übergänge sind oft fließend und nicht eindeutig abgrenzbar. Das gilt auch für Veränderungen des Schlafverhaltens.

Eine Untersuchung des Robert-Koch-Institutes ergab, dass 8,1% der über 60-jährigen Frauen und 3,7% der Männer in dieser Altersgruppe an krankhaft signifikanten Veränderungen des Schlafes leiden. Dieser Untersuchung lag unter anderem die internationale statistische Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) zugrunde. Demnach sind Ein- und Durchschlafprobleme, welche in einem Zeitraum von 4 Wochen häufiger als 2-mal pro Woche bei gleichzeitig schlechter Schlafqualität auftreten, als Insomnie (Schlafstörung) zu charakterisieren. (Quelle: Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1), veröffentlicht 05/2013)

Oft werden Veränderungen des Schlafverhaltens bei älteren Menschen jedoch unterschätzt, verharmlost oder als natürliches Phänomen hingenommen. Dabei kann ein dauerhaft krankhaft veränderter Schlaf nicht nur schwerwiegende Auswirkungen auf die Lebensqualität, sondern auch auf die Gesundheit eines Menschen haben. Bereits bestehende Erkrankungen können verstärkt werden, neue könne zutage treten. Beispielsweise kann eine dauerhafte Erschöpfung am Tag zu sozialer Isolation beitragen und damit auch das Risiko erhöhen, an Demenz oder Depressionen zu erkranken.
Schlafstörungen können in vielfältiger Form und Ausprägung auftreten (z.B. als Insomnie, Hypersomnie oder Parasomnie). Eine hundertprozentige Klärung der Diagnose kann unter anderem über Schlaf-Fragebögen, das Führen eines Schlaf-Tagebuchs oder eine spezifische schlafmedizinische Untersuchung erfolgen.

Leiden Sie regelmäßig an einer oder mehrerer der folgenden Beschwerden?
– Probleme beim Einschlafen (länger als 30 Minuten)
– Probleme beim Durchschlafen
– Wachliegen in der Nacht
– frühzeitiges Erwachen am Morgen
– Beeinträchtigung der Tagesbefindlichkeit

Sind diese Beschwerden kurzfristiger Natur, ist kein Grund zur Besorgnis gegeben. Eine schlaflose Nacht kann über die körpereigenen Reserven ausgeglichen werden.
Besteht die Schlafstörung jedoch über mehrere Wochen hinweg, sollte eine Abklärung erfolgen, um dem Risiko von Folgeerkrankungen entgegenzuwirken – egal in welchem Alter!

Im Rahmen einer großen Therapiestudie unterstützt die kfgn an allen unseren Standorten ein forschendes Pharmaunternehmen bei der Entwicklung eines neuen Medikaments zur Behandlung von Schlafstörungen. Dafür werden auch Patienten gesucht, die älter als 65 Jahre sind und an oben genannten Einschränkungen leiden.

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